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Ontologiebasierte Modellierung von Studiengängen

Studiengänge an Hochschulen werden durch rechtsverbindliche Prüfungsordnungen geregelt, welche den Rahmen für ein Studium und mögliche Wege zum angestrebten Abschluss aufzeigen. Sie sind in sog. juristischer Fachsprache verfasst und daher in der Form für Computer nicht zu interpretieren und für Menschen meistens nur schwer zu verstehen. Aus diesem Grund werden sie von vielen Studierenden erst gar nicht gelesen, was u. a. in einem großen Bedarf an Beratung resultieren kann (z. B. "Was kann/muss ich noch alles belegen?"). Auch aus Sicht der Lehrenden ergeben sich Fragestellungen in Verbindung mit Prüfungsordnungen z. B. bezüglich der zu erwarteten Nachfrage bestimmter Lehrveranstaltungen bestimmter Gruppen der Studierenden. Weiterhin ergeben sich auch aus der Sicht der Gremien zur universitären Selbstverwaltung Fragestellungen z. B. in Bezug auf "gute" Prüfungsordnungen und Curricula sowie den Vergleich und die Entwicklung von Curricula. Um Rechnerunterstützung bei der Beantwortung derartiger Fragestellungen bieten zu können, wird im Rahmen des Projekts EUSTEL ein ontologisches Metamodell, die sog. Curricula Mapping Ontology (CMO), entwickelt. Dieses Metamodell bietet die Möglichkeit, Prüfungsordnungen über das Erzeugen von Ontologiemodellen semantisch in dem von ihnen beschriebenen curricularen Prozess zu repäsentieren.

Ein simpler curricularer Prozess

Abbildung 1: Ein simpler curriculativer Prozess

In Abbildung 1 ist ein sehr simples Beispiel für einen durch eine Prüfungsordnung beschriebenen curricularen Prozess zur Veranschaulichung zu sehen. Sie blendet hierfür Details wie z. B. Bestehensregeln und die Zuordenbarkeit von Lehrveranstaltungen, Prüfungen oder Modulen auf die einzelnen Prozessschritte aus.

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