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Projekt: MUST - Multi-Site Scheduling System
Im Projekt MUST (Multi-Site Scheduling System) wird ein System zur Ablaufplanung für mehrere Produktionsstandorte entwickelt, das Komponenten der Globalen/Lokalen und der Prädiktiven/Reaktiven Planung verbindet, d.h. in der Globalen und Lokalen Planung sind jeweils sowohl die Erstellung als auch die reaktive Korrektur der Pläne möglich. Dabei kommen unterschiedliche Problemlösungsansätze für die unterschiedlichen Planungsaufgaben zum Einsatz.
Projektleiter
Ansprechpartner
Laufzeit
- Beginn: 1994
Projektplan
Vorarbeiten
- Wissensbasierte Ablaufplanung mit expliziten Heuristiken (Dissertation 1993)
- EUREKA-Projekt PROTOS (1988-1992)
Prototypen/ Projektgruppen
- MUST
- DROPS
Meilensteine
- Prototyp MUST 1998
- Prototyp DROPS 1998
- Habilitationsschrift 2002
Inhalte
In der Ablaufplanung (Scheduling) werden Probleme der zeitlichen Zuordnung von Aktivitäten - z.B. zur Herstellung von Produkten - zu Ressourcen betrachtet, wobei verschiedene Nebenbedingungen (Hard und Soft Constraints) - z.B. technische Produktionsvorschriften und gleichmäßige Ressourcenauslastung - beachtet werden müssen und bestimmte Ziele erreicht bzw. optimiert werden sollen. Ablaufplanungsprobleme sind in unterschiedlichen, vorrangig betriebswirtschaftlichen Anwendungsbereichen zu finden. Charakteristisch für die Ablaufplanung sind ein kombinatorisch großer Suchraum, unsicheres Wissen und ein dynamischer Problembereich. Die Komplexität wird bestimmt durch die Fülle möglicher Alternativen für Ablaufpläne und die notwendige Synchronisation einer Vielzahl von Aktivitäten, Bedingungen und Zielvorgaben. Unsicheres Wissen ergibt sich u.a. aus den oft nur schätzbaren Werten für Ausführungszeiten und ungenauen Vorgaben aus übergeordneten Planungssystemen. Die Dynamik des Problembereichs resultiert aus Ereignissen und Störungen, die ständig neue Planungssituationen schaffen.
Bei den in der Literatur vorgestellten Ablaufplanungsproblemen und ihren Lösungsansätzen dominieren lokale, isolierte Problemstellungen, z.B. für einen einzelnen Produktionsbetrieb. Mit Multi-Site Scheduling wird diese Sichtweise erweitert auf verteilte Produktionsstandorte und weitere Einheiten wie Zulieferer und Transportunternehmen, die insgesamt an der Erstellung eines Produkts beteiligt sind. Damit wird eine neue Dimension in die Ablaufplanungsproblematik eingeführt. Neben den bisher bearbeiteten Aufgabenkomplexen der prädiktiven, reaktiven und interaktiven Planung spielen jetzt abgestufte Planungsprobleme auf verschiedenen Ebenen und deren Koordination eine entscheidende Rolle. Mit dem Multi-Site Scheduling Konzept wird ein Ansatz präsentiert, der die rückgekoppelte koordinierte Ablaufplanung über mehrere hierarchische Ebenen bei einer verteilten Produktion unterstützt. Speziell werden die bisher wenig untersuchte Planung auf „höheren Ebenen“ und die Koordination betrachtet und geeignete Modellierungs- und Lösungsverfahren präsentiert.
Veröffentlichungen
- Scheduling the Supply Chain by Teams of Agents
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Jürgen Sauer, Hans-Jürgen Appelrath
In: R.H. Sprague (Hrsg.): Proc. of the 36rd Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS-36), 10 pages on CD, 2003
- Multi-Site Scheduling - Hierarchisch koordinierte Ablaufplanung auf mehreren Ebenen
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Jürgen Sauer
Habilitationsschrift, Universität Oldenburg, Fachbereich Informatik, 2002
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- Koordinierte Ablaufplanung auf mehreren Ebenen
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Jürgen Sauer
In: KI - Künstliche Intelligenz, 2001 (2), arenDTaP-Verlag, S.18-24, 2001
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- Integrating Transportation in a Multi-Site Scheduling Environment
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Jürgen Sauer, Hans-Jürgen Appelrath
In: R.H. Sprague (Hrsg.): Proc. of the 33rd. Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS-33), IEEE, 9 Pages on CD, IEEE, Maui, 2000
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- Multi-Site Scheduling
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Jürgen Sauer
In: PPS Management, Zeitschrift für Produktionsplanung und -steuerung, 5(2000)(3), S.23-30, 2000
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- Towards agent-based multi-site scheduling
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Jürgen Sauer, Tammo Freese, Thorsten Teschke
In: Jürgen Sauer, Jana Köhler (Hrsg.): Proc. of the ECAI 2000 Workshop on the New Results in Planning, Scheduling, and Design, S.123-130, 2000
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- A multi-site scheduling system
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Jürgen Sauer
In: AAAI's Special Interest Group in Manufacturing on Artificial Intelligence and manufacturing: State of the Art and State of Practice, AAAI, AAAI Press, S.161-168, 1998
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- Ablaufplanung mit Softcomputing Methoden
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Jürgen Sauer
In: Jürgen Sauer, Benno Stein (Hrsg.): Proce. zum Workshop "Planen und Konfigurieren", PuK 98 - 12, Universität Paderborn, tr-ri-98-193, 1998
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- Ein Ablaufplanungssystem auf Basis neuronaler Netze
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Holger Märtens, Jürgen Sauer
In: J. Biethahn (Hrsg.): Betriebswirtschaftliche Anwendungen des Soft Computing, Vieweg Verlag, S.199-216, 1998
- Muli-Site Scheduling mit Methoden des Softcomputing
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Jürgen Sauer, Hans-Jürgen Appelrath
In: J. Kuhl, Witold Abramowicz, V. Nissen, M. Tietze (Hrsg.): Soft Computing in Produktion und Materialwirtschaft, Tagungsband 4. Symposium Soft Computing, Göttingen, Cuvillier Verlag, S.11-20, 1998
- Multi-Site Scheduling with Fuzzy Concepts
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Jürgen Sauer, Gerd Suelmann, Hans-Jürgen Appelrath
In: International Journal of Approximate Reasoning (IJAR), 19, Elsevier Science, S.145-160, 1998
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- Multi-Site Scheduling
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Jürgen Sauer
In: Jürgen Sauer, A. Günter, J. Hertzberg (Hrsg.): Planen und Konfigurieren 96, Infix-Verlag, S.243-246, Beiträge zum 10. Workshop Planen und Konfigurieren 15.-17.4.96, Bonn, 1996
- Knowledge-Based Multi-Site Coordination and Scheduling
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Jürgen Sauer, Ralf Bruns
In: R.D. Schraft (Hrsg.): Flexible Automation and Intelligent Manufacturing, Begell House, S.115-123, 1995

