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Programmiersprachen sind sehr exakte künstliche Sprachen zur Formulierung
von Programmen. Sie dürfen keine Mehrdeutigkeiten bei der
Programmerstellung zulassen, damit der Computer das Programm auch
korrekt ausführen kann. Bei der Definition einer Programmiersprache muß
ihre Lexikalik , Syntax ,
Semantik und Pragmatik definiert werden:
- Lexikalik : Die Lexikalik einer Programmiersprache definiert die
gültigen Zeichen bzw. Wörter, aus denen Programme der
Programmiersprache zusammengesetzt sein dürfen.
- Syntax : Die Syntax einer Programmiersprache definiert den
korrekten Aufbau der Sätze aus gültigen Zeichen bzw. Wörtern, d.h.
sie legt fest, in welcher Reihenfolge lexikalisch korrekte
Zeichen bzw. Wörter im Programm auftreten dürfen.
- Semantik : Die Semantik einer Programmiersprache definiert die
Bedeutung syntaktisch korrekter Sätze, d.h. sie beschreibt, was
passiert, wenn bspw. bestimmte Anweisungen ausgeführt werden.
- Pragmatik : Die Pragmatik einer Programmiersprache definiert ihren
Einsatzbereich, d.h. sie gibt an, für welche Arten von Problemen
die Programmiersprache besonders gut geeignet ist.
Die Lexikalik wird häufig in die Syntax mit einbezogen.
Wie die Syntax einer Programmiersprache definiert werden kann, wird im
nächsten Abschnitt detailliert erläutert. Die Semantik
einer Programmiersprache wird in der Regel nur umgangssprachlich
beschrieben, es existieren jedoch auch Möglichkeiten für eine
formal saubere (mathematische) Definition.
Für die Definition der Pragmatik einer Programmiersparche
existiert kein bestimmter Formalismus.
Sie wird deshalb umgangssprachlich angegeben.
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Dietrich Boles
1999-05-31