Kommunikation dient dem Informationsaustausch. Zur Kommunikation gehören mindestens zwei Partner. Einer gibt Informationen weiter, der andere nimmt sie auf. Häufig findet dabei ein Dialog statt, bei dem sich die Rollen der beiden Kommunikationspartner, Informant bzw. Informierter zu sein, abwechseln. Der Mensch besitzt im wesentlichen folgende Fähigkeiten zur Informationsweitergabe (siehe auch [Gei90]):
Die Fähigkeiten können getrennt eingesetzt werden (Pantomime, Telefon, Brief). Sie werden im allgemeinen jedoch kombiniert verwendet. Die Verbreitung der Fähigkeiten nimmt in der angegebenen Reihenfolge ab und die dafür jeweils notwendige Anstrengung und Ausbildung nehmen zu. Fast jeder Mensch kann durch Gesten Informationen weitergeben, aber nur relativ wenige beherrschen das Maschinenschreiben. Auch geschichtlich haben sich die genannten Fähigkeiten in der angegebenen Reihenfolge entwickelt. Zudem sind Gesten meistens unabhängig von irgendwelchen Völkern. Das Kopfnicken dient beispielsweise überall auf der Welt als Zeichen der Zustimmung [SC72]. Selbst Tiere können sich dem Menschen durch Gesten bzw. Verhaltensweisen verständlich machen. Dahingegen gibt es weltweit eine Vielzahl von Sprachen und Schriften. Dadurch ist eine Kommunikation mittels dieser Fähigkeiten nur begrenzt einsetzbar. Weiterhin sind Gesten als Mittel der Informationsweitergabe dem Menschen auch so geläufig, daß sie häufig unbewußt eingesetzt werden, wohingegen Sprache und Schrift meistens vom Bewußtsein kontrolliert genutzt werden.