Multimodal
Häufig werden multimediale Systeme auch multimodal
genannt. Dix
betont, daß multimediale Systeme oft auch multimodal sind,
es aber nicht unbedingt sein müssen [DFAB93].
Nach Dix sind
multimodale Systeme dadurch gekennzeichnet, daß sie mehr als einen Sinneskanal
des Menschen zur Mensch-Computer Kommunikation nutzen. Während heutzutage
Informationen meistens nur optisch auf einem Bildschirm dargestellt werden,
wodurch die visuelle Sinnesmodalität des Menschen angesprochen wird,
unterstützen multimodale Systeme auch eine akustische oder
haptische Anzeige und beziehen damit auch die auditive, die taktile und die
kinästhetische Sinnesmodalität in
die Mensch-Computer Kommunikation
ein (siehe auch Abbildung 2.1).
Systeme, die beispielsweise Video und Graphik integrieren, sind nach
der Definition von Steinmetz (siehe Kapitel 2.1)
multimedial, nach Dix aber nicht multimodal.
Während Dix mit Modalität die sensorische
Modalität
meint und damit eher die Informationsaufnahme durch den Menschen
anspricht, verwendet Blattner den Begriff in Zusammenhang mit
der Informationsweitergabe durch den Menschen [BD92a].
Für Blattner ist ein
System multimodal, wenn es mehrere Arten der Interaktion durch den
Menschen unterstützt. Beispiele für verschiedene (Eingabe-)Modalitäten
sind die Tastatureingabe, die Eingabe mit Hilfe einer
Maus, die Spracheingabe oder die Gestikeingabe mit Hilfe eines
Datenhandschuhs. Nach Blattner bezieht sich die Multimedialität eines
Systems auf die Ausgabe von Informationen durch den Computer und die
Multimodalität auf die Eingabe von Informationen in den Computer.
In dieser Arbeit wird die Terminologie von Blattner verwendet.