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Ikonen

Ikon  Im allgemeinen besitzen Programmierkonstrukte -- sowohl Kontrollstrukturen als auch Datenstrukturen -- kein graphisches Erscheinungsbild. Dasselbe gilt für viele Objekte (Daten), die mit Hilfe des Computers verarbeitet werden. Oder die Objekte haben zwar eine visuelle Gestalt, diese ist aber viel zu komplex, als daß sie im Computer effizient dargestellt werden kann. In der visuellen Programmierung werden derartige Objekte oft durch vereinfachte stilisierte Bilder, sogenannte Ikonen, repräsentiert. In [KK86] werden sieben spezifische Charakteristiken derartiger Ikonen aufgezählt. Zusammengefaßt können Ikonen danach als graphische Objekte charakterisiert werden, die einen Gegenstand oder Sachverhalt in vereinfachter Form widergeben, und zwar mit dem Ziel einer schnellen Assoziation mit dem, was sie repräsentieren. Verkehrszeichen sind beispielsweise Ikonen für die Repräsentation von Verkehrsregeln. Im allgemeinen kann festgestellt werden, daß der Entwurf geeigneter Ikonen eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe ist.gif Richtlinien und Vorschläge zur Gestaltung von Ikonen bzw. visuellen Oberflächen allgemein werden in [MT90b] gegeben.

Neben Objekten spielen in der Programmierung aber auch Aktionen, die auf den Objekten durchgeführt werden, eine wichtige Rolle. Das Entwerfen von Aktions-Ikonen, also Ikonen, die bestimmte Aktionen repräsentieren, ist dabei eine wesentlich schwierigere Aufgabe als das Entwerfen von Objekt-Ikonen [KK86]. Auf der Macintosh-Oberfläche stellt beispielsweise das Papierkorb-Ikon eine Repräsentation der Aktion ,,Datei löschen`` dar. Zur tatsächlichen Ausführung von Aktionen sind im allgemeinen bestimmte Handlungen der Benutzer erforderlich, wie das Bewegen des die zu löschende Datei repräsentierenden Ikons auf das Papierkorb-Ikon.



Dietrich Boles
Thu Nov 14 14:58:01 MET 1996