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Basiskomponenten

Strukturell setzt sich eine interaktive multimediale Präsentationsanwendung aus einer Menge von Medienobjekten zusammen, zwischen denen Beziehungen bestehen. Die Medienobjekte sind jeweils Instanzen eines konkreten Medientyps. Im IMRA-Modell werden allerdings nur abstrakte Medienobjekte betrachtet. Dabei wird unterschieden zwischen abstrakten elementaren und abstrakten komplexen Medienobjekten. Konkrete elementare Medienobjekte, wie Audios, Videos oder bestimmte Interaktionsobjekte, werden als Spezialisierungen der abstrakten elementaren Medienobjekte angesehen, deren konkrete Eigenschaften abstrahiert werden. Abstrakte komplexe Medienobjekte bestehen aus elementaren oder anderen komplexen Medienobjekten, zwischen denen Beziehungen definierbar sind. Konkrete komplexe Medienobjekte, wie Kompositionsobjekte, Navigationsprogramme oder Hierarchie-Objekte (siehe Abschnitt 6.3.1.2), werden als Spezialisierungen der abstrakten komplexen Medienobjekte interpretiert, die nur bestimmte Beziehungen erlauben. Beziehungen werden im IMRA-Modell nicht zwischen den Objekten selbst definiert, sondern zwischen Attributen, die den Objekten zugeordnet sind und deren Werte -- aus der Sicht eines Autors -- den Zustand eines Objektes repräsentieren. Die Kopplung der Objekte erfolgt dabei über sogenannte Ports. In diesem Abschnitt werden die einzelnen Basiskomponenten des IMRA-Modells informell erläutert und Zusammenhänge verdeutlicht. Gleichzeitig werden die MR-Diagramme eingeführt, die eine visuelle Modellierung der Beziehungsstruktur einer multimedialen Präsentationsanwendung erlauben.





Dietrich Boles
Thu Nov 14 14:58:01 MET 1996