Definitionsgemäß endet eine Präsentation, nachdem das Start-Objekt wieder
passiviert worden ist. Es sind jedoch auch Fälle konstruierbar, in
denen dieser Zustand nie erreicht wird. Ein Fall wurde bereits in Abschnitt
6.1.2.2 erwähnt:
Falls auf Attribute eines passiven Medienobjektes
zugegriffen wird, kann es -- je nach zugrundeliegendem
Laufzeit-System -- zu einem
Laufzeitfehler und damit zum vorzeitigen Abbruch der Anwendung kommen.
Im Gegensatz dazu führen die beiden anderen Fälle dazu, daß die Anwendung
nie endet. Das kann genau dann passieren, wenn innerhalb der Beziehungsstruktur
Zyklen existieren oder wenn ein Objekt nie passiviert wird. Die beiden
Fälle unterscheiden sich dadurch, daß bei einem Beziehungszyklus die
Präsentation ständig aktiv ist, sich aber zyklisch wiederholt, wohingegen
eine Nicht-Passivierung eines Objektes den Stillstand der Präsentation
zur Folge hat. Abbildung 6.10(a)
demonstriert einen Beziehungszyklus, Abbildung
6.10(b) die Nicht-Passivierung eines (komplexen)
Objektes.
Es ist anzumerken, daß viele Fehlverhalten automatisch entdeckt werden
können und konkrete Autorenwerkzeuge Hilfsmittel zu ihrer Vermeidung oder
zu ihrer Beseitigung bereitstellen sollten.