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Strukturierungsphase

Insbesondere die Strukturierungsphase wird durch das IMRA-Modell unterstützt. Zwischen den einzelnen Medienobjekten können zeitliche, gestalterische und gemischte Beziehungen definiert werden. Diese sind aufgrund der Typen der beiden miteinander verbundenen Ports unterscheidbar. Von den Interaktionsobjekten ausgehend sind sowohl Navigations- als auch Präsentationsinteraktionen spezifizierbar. Den Navigationsinteraktionen liegen dabei Interaktionsbeziehungen zugrunde, die zu einem Start- oder Ende-Port führen. Präsentationsinteraktionen basieren auf Interaktionsbeziehungen, die an einem Attribut-Port enden.

Die Erzeugung persistenter wiederverwendbarer komplexer Medienobjekte kann in einem IMRA-Autorenwerkzeug durch die Implementierung von Funktionen zum Speichern und Laden der Beziehungen schon seitens des Entwicklers des Autorenwerkzeugs bewerkstelligt werden. Unterstützt wird die Wiederverwendbarkeit durch die hierarchische, modulare Anordnung der komplexen Medienobjekte im IMRA-Modell, die dadurch erreicht wird, daß Beziehungskanten nicht direkt in ein komplexes Objekt hinein- bzw. aus ihm hinausführen können. Eine Kopplung von Komponentenobjekten verschiedener komplexer Objekte ist nur indirekt über die Ports der komplexen Objekte möglich. Umgangen werden kann dies allerdings mit Hilfe von impliziten Beziehungen, bei deren Verwendung damit die Wiederverwendbarkeit komplexer Medienobjekte gefährdet ist. Sie sollten daher nur falls unbedingt erforderlich eingesetzt werden. Die Wiederverwendbarkeit ist nicht gefährdet, wenn implizite Beziehungen zwischen Komponentenobjekten mit demselben Vaterobjekt definiert werden. Abbildung 6.19(d) gibt ein Beispiel für eine ,,ungefährliche`` implizite Beziehung.



Dietrich Boles
Thu Nov 14 14:58:01 MET 1996