Die Realisierung der Widergabe der Informationen, die ein Medienobjekt kapselt, d.h. die Implementierung der Systemfunktionen, insbesondere der Aktivitätsfunktion, liegt im Aufgabenbereich der Medientypintegratoren. Zur Codegenerierung muß ein Medientypintegrator Routinen definieren, die genau den Code der Systemfunktionen, der bei der Interpretation einer multimedialen Präsentationsanwendung im Rahmen der Test-Phase ausgeführt wird, in textueller Form auf der Grundlage der verwendeten Programmiersprache in eine Datei ausgeben. Darüberhinaus muß der Entwickler des Autorenwerkzeugs Funktionen implementieren, die im Prinzip den Präsentationsalgorithmus aus Abschnitt 6.2 textuell in eine Datei ablegen. Nach der Übersetzung der einzelnen Dateien und dem Binden kann die multimediale Präsentationsanwendung als Stand-Alone-Programm gestartet werden.
Anzumerken ist an dieser Stelle jedoch, daß aufgrund der konkreten Struktur einer speziellen multimedialen Präsentationsanwendung häufig wesentlich effizienterer Code erzeugt werden kann, als dies mittels des allgemeinen Präsentationsalgorithmusses möglich ist. Codegeneratoren sollten daher Algorithmen enthalten, die das multimediale Beziehungsnetzwerk nach Teilgraphen durchsuchen, für die sich ,,optimierter`` Code erzeugt läßt.
Der generierte Code sollte strukturiert und lesbar sein, so daß in der Programmierphase unter Umständen noch eine Erweiterung von Funktionalitäten möglich ist, die mit Hilfe des Autorenwerkzeugs nicht spezifiert werden können. Eine äußert anspruchsvolle Aufgabe, die im Rahmen dieser Arbeit jedoch nicht weiter untersucht wird, ist das Laden von einmal generiertem eventuell sogar manipuliertem Code und das Wiederherstellen des entsprechenden Zustands des Autorenwerkzeugs.