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Terminologie

Die Begriffe Multimedia bzw. Multimedia-System wurden sowohl in der Literatur als auch im kommerziellen Bereich lange Zeit nicht einheitlich verwendet. In neueren Papieren wird jedoch immer häufiger folgende Definition nach Steinmetz [Ste93b] zitiert: Multimedia-System Multimedia 

,,Ein Multimedia-System ist durch die rechnergesteuerte, integrierte Erzeugung, Manipulation, Darstellung, Speicherung und Kommunikation von unabhängigen Informationen gekennzeichnet, die in mindestens einem kontinuierlichen und einem diskreten Medium kodiert sind.``

Zentraler Bestandteil dieser Definition ist der Begriff des Mediums.Medium  Rein begrifflich ist dabei ein Medium ein ,,Mittel zur Verbreitung und Darstellung von Informationen``. Informationen werden in Form von Texten, Graphiken, Bildern, Sprache oder Musik präsentiert. Differenzierter wird der Begriff Medium in [JTC93] betrachtet. Hier wird unterschieden zwischen Perzeptions-, Präsentations-, Repräsentations-, Speicher-, Übertragungs- und Informationsaustauschmedien. Unter dem Gesichtspunkt der Präsentation lassen sich Medien beispielsweise gliedern in Mittel für die Eingabe (Tastatur, Maus, Kamera, Mikrophon, ...) und Ausgabe (Bildschirm, Lautsprecher, ...) von Informationen. Unter dem Gesichtspunkt der Perzeption, d.h. der Reizaufnahme, kann heutzutage eine Gliederung in visuelle Medien (Text, Bild, ...) und auditive Medien (Sprache, Musik, ...) vorgenommen werden. Generell, zur Zeit jedoch technisch noch nicht realisierbar, ist aufgrund der menschlichen Sinnesmodalitäten diese Gliederung um olfaktorische, gustatorische, vestibuläre, taktile und kinästhetische Klassen erweiterbar (siehe auch Abbildung 2.1 (aus [Gei90])).

 
Abbildung:  Menschliche Sinnesorgane und -modalitäten

Ein Medium bezeichnet man als diskretdiskretes Medium  (oder zeitunabhängig), wenn seine Verarbeitung zeitunkritisch ist (Text, Graphik). KontinuierlichekontinuierlichesMedium  (zeitabhängige) Medien sind dadurch gekennzeichnet, daß durch sie präsentierte Informationen nicht nur in einzelnen Werten sondern auch im Zeitpunkt ihres Auftretens stecken (Audio, Video, Animation).

Steinmetz verlangt in seiner Definition von einem Multimedia-System mehrere Eigenschaften, die im folgenden noch einmal deutlich herausgestellt werden sollen:

Von anderer Seite [Ste92b] wird eine weitere Forderung an Multimedia-Systeme deutlicher hervorgehoben, auf die in Kapitel 3 näher eingegangen wird:


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Dietrich Boles
Thu Nov 14 14:58:01 MET 1996