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Komplexe Medientypen

Durch die Klasse FMComplexMediaObject werden die komplexen Medienobjekte des IMRA-Modells implementiert. Die Abhängigkeiten zwischen den funktionalen Komponenten, aus denen sich komplexe Medienobjekte zusammensetzen, sind in Abbildung 7.8 ersichtlich. Die Editorkomponente eines FMComplexMedia-Objektes enthält einen Strukturierungseditor, dessen Layout von der White-Box-Darstellung komplexer Medienobjekte in den Media-Relationship-Diagrammen geprägt ist (siehe das Fenster Composition-Editor in Abbildung 7.10). Beziehungsinhalte werden aus Gründen einer besseren Übersichtlichkeit nicht direkt an die Kanten geschrieben, sondern in einen speziellen Relationship-Editor, der jeder Kante zugeordnet ist und der sich über ein Popup-Menü öffnen läßt (siehe das Fenster Relationship-Panel in Abbildung 7.10). Die Komponentenobjekte und Beziehungen innerhalb eines komplexen Medienobjektes werden in der Spezifikationskomponente verwaltet. Die Spezifikationskomponente wird von der Persistenzkomponente zum Speichern eines komplexen Medienobjektes genutzt.gif Einmal gespeicherte Informationen können auch wieder geladen und der Spezifikationskomponente zugeführt werden. Die Steuerungskomponente enthält die Aktivitätsfunktion eines komplexen Objektes. Sie holt sich die benötigten Informationen aus der Spezifikationskomponente und dient selbst wieder als Input für die Interpretationskomponente. Diese startet die Aktivitätsfunktion bei der Aktivierung des komplexen Objektes. Standardmäßig sind für die Klasse FMComplexMediaObject bereits einige Attribute vordefiniert, die strukturell der Interpretationskomponente zuzuordnen sind und die als Flag-Attribute oder als Attribute zum Zwischenspeichern von Informationen, d.h. zur Realisierung indirekter Beziehungen, benutzt werden können (siehe auch Kapitel 6.3.1.2). Ihre initialen Werte können in einem speziellen Attributeditor der Editorkomponente durch einen Autor festgelegt werden. Sie werden in der Spezifikationskomponente gespeichert. Bei der Aktivierung eines komplexen Objektes lädt die Interpretationskomponente die Attribute mit den initialen Werten. Desweiteren ist sie für die Manipulation der Attribute aufgrund von Aktionen zuständig, die durch eine erfüllte Beziehungsbedingung ausgelöst werden.



Dietrich Boles
Thu Nov 14 14:58:01 MET 1996