next up previous
Next: Autorenwerkzeuge Up: Interaktive multimediale Präsentationen Previous: Beziehungen

Entwicklungsprozeß

Die technische Gesamtentwicklung einer interaktiven multimedialen Präsentation kann in mehrere Entwicklungsphasen zerlegt werden, in denen verschiedene Entwicklergruppen mit geeigneten Entwicklungswerkzeugen bestimmte Teilaufgaben bearbeiten. Dieser Zusammenhang wird in Abbildung 1 verdeutlicht.

 
Abbildung 1:  Entwicklung interaktiver multimedialer Präsentationsanwendungen

In der Medienobjekterzeugungsphase werden die elementaren Medienobjekte erzeugt. Medienobjekterzeugungswerkzeuge sind beispielsweise Graphikeditoren, Texteditoren oder Editoren zur Videobearbeitung. Die noch voneinander unabhängigen Medienobjekte werden in einer Medienobjektsammlung abgelegt. Von dort werden sie in die Verbindungsphase eingelesen, die aus den drei Teilphasen Layout-Phase, Strukturierungsphase und Test-Phase besteht. In der Layout-Phase werden die initialen Eigenschaften der einzelnen Medienobjekte, wie beispielsweise ihre Position auf dem Bildschirm, festgelegt, in der Strukturierungsphase die Beziehungen zwischen Medienobjekten definiert und in der Test-Phase kann sich ein Entwickler Ausschnitte der Gesamtpräsentation anschauen und damit überprüfen, ob die Präsentation seinen Vorstellungen entspricht. In der Verbindungsphase werden häufig graphisch-interaktive Werkzeuge eingesetzt, mit denen sich im allgemeinen nicht alle Eigenschaften einer multimedialen Präsentationsanwendung spezifizieren lassen. In der Generierungsphase wird daher editierbarer Programmcode erzeugt, der in der Programmierphase mit Hilfe einer textuellen Programmiersprache weiter bearbeitet werden kann. Der geänderte Code wird anschließend in ein ausführbares Programm übersetzt, das sich ein Endbenutzer in der Präsentationsphase anschauen und an den vom Entwickler festgelegten Stellen interaktiv beeinflussen kann. Bei der Integration neuer Medientypen in die Entwicklungswerkzeuge müssen die Werkzeuge in der Werkzeugerweiterungsphase durch einen sogenannten Medientypintegrator entsprechend angepaßt werden.



Dietrich Boles
Tue Aug 29 10:59:51 MET DST 1995