In diesem Artikel wird die Konzeption und Realisierung des Autorensystems
FMAD beschrieben.
Autorensysteme sind graphisch-interaktive Entwicklungswerkzeuge
für interaktive multimediale Anwendungen.
Anwendungen werden in FMAD in Form eines Beziehungsnetzwerks modelliert.
Zwischen Medienobjekten,
wie Texten, Graphiken, Musikstücken, Videos und Animationen,
Interaktionsobjekten, wie Buttons, Menüs und Schiebereglern, sowie
anwendungsspezifischen Objekten, die beispielsweise Datenbanken
oder Wissensbasen repräsentieren, können
beliebige Beziehungen definiert werden,
die zum einen den Kontrollfluß und die optische Gestaltung der Anwendung,
zum anderen die Eingriffsmöglichkeiten eines Benutzers in die Anwendung
und deren Auswirkungen und desweiteren auch anwendungsspezifische
Funktionalitäten festlegen.
Die softwaretechnischen Vorteile von Autorensystemen gegenüber
speziellen Multimedia-Programmbibliotheken liegen unter anderem in
einer schnelleren Erlernbarkeit des Werkzeugs sowie einer kürzeren
Entwicklungszeit, einer niedrigeren Fehlerrate und einer besseren
Wartbarkeit der Anwendungen.
Vorteile von FMAD gegenüber anderen Autorensystemen sind
eine flexible Anwendungsmodellierung ohne Programmierkenntnisse,
seine Eignung zur Entwicklung hochgradig interaktiver Anwendungen und
seine einfache Erweiterbarkeit und Anpaßbarkeit an zukünftige Ein- und
Ausgabetechnologien.
Stichworte:
Multimedia, Autorensystem,
IMRA-Modell, FMAD,
objektorientierte Softwareentwicklung, C++,
Softwarequalität