Zur übersichtlicheren Handhabung des abstrakten IMRA-Formalismus wurden aufbauend auf seiner Grundlage die Media-Relationship-Diagramme (MR-Diagramme) entwickelt. Informationsobjekte werden in den MR-Diagrammen ikonifiziert als Rechtecke dargestellt. Der Typ eines Informationsobjektes wird in der rechten oberen Ecke des Informationsobjekt-Rechteckes textuell vermerkt. Ein (eindeutiger) Objektname wird in die linke obere Ecke geschrieben. Attributinformationen (Name, Wertebereich, Systemfunktion) werden - falls erforderlich - innerhalb des Rechteckes angeführt.
Beziehungen zwischen Informationsobjekten werden durch Pfeile dargestellt.
Als Notation für die Bedingung und Aktion von Beziehungen wird eine
C++-ähnliche Notation verwendet.
Beziehungspfeile sind immer gerichtet und verbinden zwei Informationsobjekte,
genauer gesagt zwei sogenannte Ports
miteinander, die den Informationsobjekten
zugeordnet sind.
Ports dienen der Unterscheidung verschiedener Beziehungstypen. Dazu
existieren drei verschiedene Port-Typen: Start-Ports, Ende-Ports und
Attribut-Ports.
Beziehungspfeile, die vom Start- bzw. Ende-Port eines Objektes ausgehen,
kennzeichnen zeitliche Auslöser (Start bzw. Ende oder Abbruch des Objektes).
Beziehungspfeile, die zum Start- bzw. Ende-Port eines Objektes hinführen,
definieren zeitliche Auswirkungen, nämlich den Start (Aktivierung)
bzw. den Abbruch (Passivierung) des Objektes.
Nicht-zeitliche Auslöser bzw. Auswirkungen werden durch Beziehungspfeile
von bzw. zu den Attributports visualisiert.
Ports werden in den MR-Diagrammen als kleine Rechtecke auf dem
Rand des Informationsobjekt-Rechteckes dargestellt. Start-Ports liegen dabei am
linken, Ende-Ports am rechten und Attribut-Ports am oberen oder unteren
Rand. Es ist anzumerken, daß in MR-Diagrammen nur jeweils
die für den zu modellierenden Zusammenhang notwendigen
Informationen angeführt werden müssen.