Übungen zur Lehrveranstaltung

"Programmierkurs Java"

WS 1997/98 FB Informatik

D. Boles


Spielregeln Reversi

Ausgabe: 17.12.97

Spieler

Reversi ist ein Spiel für zwei Personen.

Spielbrett

Reversi wird auf einem Spielbrett gespielt, das sich aus 8*8 einzelnen Feldern zusammensetzt. Es hat also dieselben Ausmaße wie ein Schachbrett, nur das die Felder nicht abwechselnd schwarz und weiß sind, sondern eine einheitliche Farbe haben. Es ist zweckmäßig, das Brett wie beim Schach mit Koordinaten zu versehen, um Spielzüge eindeutig angeben zu können.

Spielfiguren

Als Spielfiguren werden runde Plättchen (Steine) verwendet. Diese haben je eine schwarze und eine weiße Seite. Es gibt insgesamt 64 Plättchen, also genausoviele, wie das Spielbrett Felder hat. Die Spielplättchen werden im Laufe des Spiels umgedreht (daher der Name Reversi), so daß schwarze zu weißen Steinen werden können und umgekehrt. Im folgenden ist immer von schwarzen und weißen Steinen die Rede, was sich jeweils auf die Oberseite der Steine - also die sichtbare Farbe - bezieht.

Spielverlauf und Ziel des Spiels

Der Spieler, der das Spiel beginnt, wird im folgenden Spieler A genannt. Der andere ist dementsprechend Spieler B. Spieler A bekommt die Farbe "Weiß", Spieler B die Farbe "Schwarz" zugeteilt. Zu Anfang des Spiels befinden sich vier Steine auf dem Spielbrett, zwei mit ihrer weißen (D4 und E5), zwei mit ihrer schwarzen Seite (E4 und D5) nach oben (siehe Abbildung links). Die restlichen 60 Steine liegen in einem Sammelpool neben dem Spielbrett.


Spieler A führt dann seinen ersten Spielzug aus: Er nimmt einen Stein aus dem Sammelpool und legt ihn auf ein leeres Feld (selbstverständlich mit seiner Farbe "Weiß" nach oben). Das leere Feld muß dabei an ein belegtes Feld horizontal, vertikal oder diagonal angrenzen. Außerdem muß der Spielzug zum "Schlagen" von mindestens einem gegnerischen Stein führen. "Schlagen" bedeutet für Spieler A: Drehe alle schwarzen Steine um, die sich horizontal, vertikal oder diagonal zwischen bereits gesetzten weißen Steinen und dem neu gesetzten (ebenfalls weißen) Stein befinden. In der Ausgangsituation kann sich Spieler A also eines der Felder E3, F4, D6 und C5 aussuchen. Setzt er den Stein bspw. auf Feld F4, muß er den schwarzen Stein auf Feld E4 umdrehen (siehe Abbildung rechts).

Damit ist der erste Spielzug von Spieler A beendet und Spieler B kommt zum Zug. Dieser führt nun eine identische Aktion durch, nur daß er jetzt natürlich weiße Steine schlagen muß.

Die beiden Spieler führen abwechselnd ihre Spielzüge durch. Ist es einem Spieler nicht möglich, ein leeres Feld mit einem Stein zu besetzen, so muß er passen und der andere Spieler ist wieder am Zug.

Das Spiel ist beendet, wenn kein Spieler mehr einen Stein setzen kann. Dies ist in der Regel der Fall, wenn alle Felder besetzt sind, kann aber auch schon vorher passieren. Die schwarzen und weißen Steine auf dem Spielbrett werden gezählt. Sieger des Spiels ist der Spieler, der die größere Anzahl an Steinen auf dem Spielbrett hat.

Achtung