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QuickTime ist eine Erweiterung des Macintosh-Betriebssystems, welches Erstellung, Abspielen,
Koprimierung und Editierung von zeitbasierten Daten ermöglicht. Zeitbasierte Daten sind dabei
Bild- und Tonfolgen, da sie in einer zeitlich genau festgelegten Abfolge ablaufen müssen, um den
gewünschten Effekt zu erzielen. Dabei wird der Hauptteil auf die Behandlung von Videosequenzen gelegt.
Der Einsatz von zusätzlicher Spezialhardware ist nicht erforderlich. Die Videosequenzen, also
Bild- und Tonmaterial, werden in normalen Dateien auf der Festplatte abgelegt. Dabei entscheidet
über die Länge eines Videos auch nicht die Kapazität der Hauptspeichers, sondern das Fassungsvermögen
der Festplatte, da sämtliche Daten direkt von dort abgespielt werden.
Durch einen Time-Manager ist es möglich, Videos, die auf verschiedenen Plattformen aufgenommen
wurden, auf jedem beliebigen Macintosh-Rechner abzuspielen. Die Grafikkarte spielt dabei keine
Rolle, sogar in 16 Graustufen läßt sich ein Video darstellen.
Durch den streng modularen Aufbau der QuickTime-Architektur ist gewährleistet, daß Anwendungsprogramme
per Softwareschnittstelle mit QuickTime kommunizieren. Ebenfalls läßt sich das System durch das
Baukastenprinzip beliebig erweitern.
Weiterhin enthält QuickTime verschiedene Codes. Dies sind Softwaremodule, die es ermöglichen,
unterschiedliche Komprimierungsalgorithmen bei der Darstellung von Videos zu verwenden. Unterstützt
werden dabei die MPEG-Kompression, Compact-Video-Kompression, Video-Kompression (Road-Pizza).
Darüber hinaus werden weiterhin auch verschiedene Bild-Kompressionsverfahren wie z.B. das
JPEG-Verfahren unterstützt.
Das QuickTime-Datenmodell beinhaltet vier Typen: data, media, track und movie. Diese sind in
einer Hierarchie angeordnet. Ein movie besteht aus verschiedenen tracks, die auf verschiedenen
media´s basieren, welche sich aus einzelnen data´s zusammensetzen.
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Dietrich Boles
1998-12-23