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8. Der Medientyp Animation

Animation (lat.) bedeutet ,,Belebung``. Im herkömmlichen Sinn wird Animation im Zusammenhang mit der Filmtechnik als eine Szene bewegter Bilder verstanden. Das klassische Beispiel dafür ist der Zeichentrickfilm. Der Begriff läßt sich jedoch verallgemeinern. Animation eines grafischen Objekts ist nicht nur auf die Veränderung dessen Position (Bewegung) beschränkt. Neben dem Attribut Position, gehören beispielsweise Attribute wie Form, Farbe, Orientierung und Oberflächenstruktur zu einem Grafikobjekt[TT90]. Generell können alle Attribute animiert werden. In einer Animation werden allerdings nicht nur Objekte betrachtet, sondern auch deren Umgebung. So können Filmszenen auch aus Veränderungen der Beleuchtungsintensität oder Kameraposition bestehen. Allgemein wird Animation als zeitkontinuierliche Änderung einer oder mehrerer Attribute eines Objekts definiert. Unter Objekte fallen neben den oben schon aufgeführten grafischen Objekten beispielsweise auch Audioobjekte, die sich in Lautstärke, Frequenz und Klang animieren lassen. Der Vorteil bei der Verwendung von Animationen besteht darin, daß dem Betrachter innerhalb kurzer Zeit viele Informationen präsentiert werden können. Die Informationsaufnahme ist im günstigsten Fall höher als beim Lesen eines Text oder beim Betrachten einer Grafik. Animationen wecken zudem das Interesse des Betrachters und führen nicht so schnell zu Ermüdungserscheinungen wie textuelle Darstellungen. Der dreidimensionale Eindruck, den der Mensch trotz seines zweidimensionalen Sehens bekommt, hängt zum Teil von Bewegungen ab. Weiter entfernte Objekte bewegen sich langsamer als nähere. Zu den typischen Einsatzgebieten der Animation gehören neben der Unterhaltung (Zeichentrick, Computerspiele, etc.) auch der Entwurf und Präsentation von Produkten. Darunter fällt auch die Werbebranche, die seit einigen Jahren verstärkt Computeranimationen einsetzt. Weiterhin ist Animation aus Bildung und Nachrichten bekannt, wo sie dem Zuschauer komplexe Vorgänge transparent übermittelt. Ein großes Eisatzgebiet ist die Visualisierung von Simulationen. Nur durch die Animation können Auswirkungen vieler Simulationen für den Benutzer sichtbar werden. Beispielsweise werden Animationen in der Wetterforschung eingesetzt. In Kapitel 8.1 wird die Geschichte der Animation und anschliessend in Kapitel 8.2 der heutigen Stand im Zeichentrick- und Animationsfilm beschrieben. Im Kapitel 8.3 werden die Schritte zur Erstellung eines Storyboards und Planung einer Animation dargestellt. Die Kapitel über 2D- und 3D-Computertechnik zeigen die technischen Möglichkeiten der Programme und geben eine Anleitung zum Umgang mit ihnen.


 
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Dietrich Boles
1998-12-23