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10.2 Die Idee von Hypertext/Hypermedia-Systemen

Man geht heute davon aus, daß das Wissen im menschlichen Gehirn, also die Assoziationen einzelner Gedanken und Ideen, als komplexes Netzwerk gespeichert ist [PG90].

Schreiben reproduziert dieses im menschlichen Gehirn abgespeicherte Wissen. Die Kommunikation zwischen Menschen kann über mehrere Medien erfolgen. Dokumente sind eine Art dieser Informationsübertragung, das heißt über Dokumente wird Wissen ausgetauscht. Das Lesen und Verstehen eines Dokumentes rekonstruiert Wissen. Im Idealfall führt eine Wissensübertragung ausgehend von einem Autor zur Nachbildung der gleichen Ideen beim Leser. Der Informationsverlust ist gleich Null. Abbildung 10.1 zeigt die notwendige Transformation von Wissen, also die Linearisierung und Delinearisierung von Informationen vom Autor zum Medium und vom Medium zum Leser, wenn es mit Hilfe eines sequentiellen Mediums übertragen wird. Wird eine Information vom Autor zum Leser in dieser Form transferiert, muß sie also einmal linearisiert und einmal delinearisiert werden. Hier setzen Hypertext/Hypermedia-Systeme an, sie reduzieren die Transformationshäufigkeit und vereinfachen somit die Übertragung von Wissen.


  
Abbildung 10.1: Linerarisierung-Delinearisierung von Informationen
\begin{figure}
\centerline{\epsffile{./zeichnungen/hidee.tp.eps}}\end{figure}



Dietrich Boles
1998-12-23