Universität Oldenburg Oldenburg, den 18.05.1999
Fachbereich Informatik
Abteilung Informationssysteme
Dietrich Boles, Cornelia Haber
Dipl.-Inform. Dietrich Boles
Dipl.-Inform. Cornelia Haber
WS 99/00 und SS 00
beide Semester je 8 SWS
1 Seminar
1 Fortgeschrittenenpraktikum
1 Studienarbeit
Der Rechner- und Softwarebedarf wird durch Ressourcen der veranstaltenden Abteilung befriedigt. Ein Raum für Sitzungen steht im OFFIS-Gebäude zur Verfügung.
Abgeschlossenes Grundstudium mit erfolgreich abgeschlossenem Vordiplom zu Beginn des WS 99/00.
Digitale Bibliotheken sind verteilte Informationssysteme, in denen Dokumente in elektronischer Form gespeichert werden, die die Dokumente verwalten und die Zugriff auf die Dokumente gewähren. Die gespeicherten Dokumente können dabei rein textueller Natur sein, aber auch multimediale Daten enthalten. Digitale Bibliotheken implizieren eine Reihe von Vorteilen gegenüber traditionellen Bibliotheken wie einen schnellen Zugriff via Internet, eine Volltextrecherche oder eine gegenseitige Verbindung der einzelnen Dokumente über Hyperlinks.
In einer digitalen Bibliothek stellen Anbieter wie Verlage, Bibliotheken oder Autoren potentiellen Lesern die Dokumente zur Verfügung. Digitale Bibliotheken können also als Informationsvermittlungssysteme zwischen Informationsproduzenten bzw. -anbietern und Informationskonsumenten betrachtet werden. Funktionale Anforderungen an eine digitale Bibliothek bzgl. der Produzenten bzw. Anbieter sind etwa die Integration neuer Dokumente oder die Abrechnung kostenpflichtiger Dokumente. Konsumenten müssen insbesondere flexible Zugriffsmöglichkeiten wie eine Suche über bibliographische Attribute, eine Volltextsuche, die Navigation im Dokumentenbestand und Profildienste angeboten werden. Des weiteren sind auch die Betreiber einer digitalen Bibliothek durch entsprechende Dienste wie die Aufstellung von Nutzungsstatistiken oder die Einbindung neuer Datenbanken in das verteilte System zu unterstützen.
Ziel der Projektgruppe ist die Konzeption und Realisierung eines Werkzeugkastens für die Entwicklung verteilter digitaler Bibliotheken im Internet. In einer ersten Phase werden dazu existierende tradionelle und digitale Bibliotheken bzgl. Struktur, Funktionalität, Arbeitsweise und Datenfluß untersucht. Die Ergebnisse der Analyse fließen ein in die Entwicklung eines Referenzmodells, das den generellen Aufbau und die generelle Funktionalität digitaler Bibliotheken beschreibt. Als Formulierungsnotation wird hierzu die Unified Modeling Language (UML) verwendet. Einzelne Komponenten dieses Referenzmodells werden anschließend in Form eines generischen Frameworks in Java implementiert. Zur Evaluation des Referenzmodells sowie des Frameworks wird abschließend eine konkrete digitale Bibliothek aufgebaut.
Hinweise zu Fachliteratur im Bereich ``Internet-Technologien'' sowie eine Vielzahl von Referenzen auf Online-verfügbare Informationen zu diesen Themenbereichen finden sich unter:
This document was generated using the LaTeX2HTML translator Version 98.1p1 release (March 2nd, 1998)
Copyright © 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, Nikos Drakos, Computer Based Learning Unit, University of Leeds.
The command line arguments were:
latex2html -show_section_numbers -split 1 -local_icons antrag.
The translation was initiated by Dietrich Boles on 1999-11-01