Zur einfacheren Entwicklung von interaktiven multimedialen Präsentationsanwendungen wurden Autorenwerkzeuge entwickelt. Mit ihnen sollen Anwendungen größtenteils visuell entworfen werden können. Bei den bereits existierenden Autorenwerkzeugen wurde jedoch bemängelt, daß sich keine neuen Medientypen in das Autorenwerkzeug einbinden lassen. Weiterer Kritikpunkt war die schlechte oder fehlende visuelle Definitionsmöglichkeit von Beziehungen zwischen Informationseinheiten.
Aus diesem Grund wurde das IMRA-Modell entwickelt. Die Abkürzung steht für Inter-Media-Relationships via Attributes und bedeutet, daß die Beziehungsdefinition zwischen Informationseinheiten auf den Attributen der Objekte beruht. IMRA ist kein Autorenwerkzeug. Es besteht aus einem Formalismus und einem Algorithmus. Der Formalismus definiert die Struktur, in der die Informationsobjekte zueinander in Beziehung gesetzt werden können. Der Algorithmus beschreibt das grobe Ablaufverhalten der modellierten Anwendung. Welche Grundelemente IMRA verwendet und wie der Algorithmus funktioniert, wird im folgenden beschrieben.
Sita Unbehaun