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Multimedia-Psychologie

Ob Vokabeln lernen, physikalische Gesetze "`erfahren"' oder Kunstepochen studieren, es gibt wohl kaum ein Lernprogramm, welches nicht alleine durch dessen Multimedialität einen besonders hohen pädagogischen Wert suggeriert. Doch inwieweit unterstützt die scheinbar universal einsetzbare Multimedialität in allen Lernsystemen den primären Zweck des Wissenserwerbs und lockt nicht nur durch den Reiz des Neuen? Inwieweit kann der pädagogische Wert eines didaktisch unausgereiften Produkts durch eine prunkvolle multimediale Oberfläche erhöht werden? Welche physio- und psychologischen Gegebenheiten des Menschen sind zu berücksichtig en, um einen erfolgreichen Informationsfluß zwischen Mensch und Maschine zu gewährleisten? Dieser Aufsatz versucht sowohl dem Programmentwickler als auch dem Benutzer Vorgehensweisen und Kriterien an die Hand zu geben, mit deren Hilfe die multimediale Eigenschaft eines Programms als Produkteigenschaft identifiziert und diese dann anschließend bezüglich der Zweckmäßigkeit innerhalb des intendierten Anwendungsbereiches beurteilt werden kann.

Bettina Steen




Wed Dec 11 16:18:19 MET 1996