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Der Videostrom teilt sich nach [Ste93b] in 6 Schichten auf:
- Sequence Layer: Hier erfolgt die Steuerung der
Datenspeicherung. Diese Schicht enthält Informationen über die
konstante Bitrate einer Sequenz und den zur Dekodierung benötigten
Speicherplatz.
- Video-Puffer-Verifier: Die entstehende Bitrate wird zur
Überprüfung der durch die Dekodierung entstehenden Verzögerungszeit
verwendet. Der Freiraum (es werden keine Sequenzdaten übermittelt)
zwischen den einzelnen Sequenzen wird genutzt,
um grundlegende Parameter des Dekoders neu zu setzen und eine
Initialisierung durchzuführen.
- Group of Pictures Layer: Eines der ersten Bilder in dieser
Schicht ist ein I-Bild, welches wahlfreien Zugriff ermöglicht. Auf
diese Weise kann der Dekoder zuerst das Referenzbild dekodieren und
speichern.
- Picture Layer: Diese Schichten beinhalteten je ein gesamtes
Einzelbild und definieren den zeitlichen Bezug über eine Bildnummer.
Hier sind auch Datenfelder für zukünftige Erweiterungen definiert.
- Slice Layer: Jedes Slice besteht aus einer Anzahl von
Macroblöcken, die von Bild zu Bild unterschiedlich sein können.
Ferner ist hier die Skalierung der DCT-Quantisierung für alle
Macroblöcke definiert.
- Macroblock und Block Layer: Hier werden die Eigenschaften der
Macroblöcke kodiert.
Der Video- und Audiostrom werden über die Systemdefinition zusammengefaßt und
kodiert. Hierbei wird mitkodiert, welche Daten zum Video- und welche
zum Audiostrom gehören, um bei der Dekodierung diese wieder trennen
zu können. Dies kann erreicht werden, indem beide Datenströme in einzelne
Packs aufgeteilt und abwechseld in den Ziel-Datenstrom kodiert werden.
Der erste Pack beinhaltet dabei die Informationen über die Reihenfolge der
folgenden Packs sowie Buffermanagement, Synchronisation und
Ausgabegeschwindigkeit der Video- und Audiosequenzen.
Wed Dec 11 16:28:59 MET 1996