Ende 1982 wurde dieser Standard im Red Book verabschiedet. Er wurde von N. V. Philips und der
Sony Corporation entwickelt und ermöglicht es, kombiniert mit einer ausgereiften Technologie,
qualitativ hochwertige Stereo-Audiodaten digital auf einer Scheibe mit 12 cm Durchmesser zu
speichern. CD-DA bildet die Basis für alle nachfolgenden Standards (siehe Übersicht in Abbildung
).
Das Audiosignal ist in diesem Fall PCM-kodiert und wird mit einer Abtastfrequenz von 44.100 Hz von der CD gelesen. Zusammen mit einer 16-Bit-linearen Quantisierung (jedes diskrete Audiodatum wird in 16 Bits kodiert) ergibt sich für die Audiodatenrate folgende Herleitung [Ste93b]:
Audiodatenrate
Eine CD dieser Art faßt max. 74 Minuten Audio. Hieraus läßt sich die Audiokapazität (Kapazität, die nur die Audiodaten betrifft) berechnen:
Audiokapazität
Da auf einer CD-DA nur unkomprimierte Audiodaten verwendet werden, ist sie sehr unempfindlich
gegenüber oberflächlichen Verschmutzungen oder Beschädigungen [Ste93b]. Theoretisch
können aufgrund der verwendeten Fehlerbehandlung (siehe Abbildung
) sogar 7000
hintereinanderfolgende fehlende bzw. fehlerhafte Bits rekonstruiert werden [Ste93a].
Anwendung findet CD-DA in der Musik- und Unterhaltungsbranche. In diesem Marktbereich hat die Audio-CD die herkömmliche LP vollständig verdrängt. CD-DA ist heute der Standard für Musik-Datenträger. Bis 1987 wurden über 450 Mio. derartige CDs und ca. 30 Mio. entsprechende Abspielgeräte verkauft, was für eine große Akzeptanz spricht [Ste93b].