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Kompressionsschritte

Das Vorgehen aller Kompressionsverfahren ist im Grunde ähnlich und erfolgt in mehreren Schritten. Die Daten werden (siehe Abbildung gif) aufbereitet, indem eine geeignete Darstellung gewählt wird. Dann erfolgt der erste Schritt zur Datenkompression. Bei Verfahren mit Datenverlust werden nicht alle Informationen berücksichtigt. Bei Kompression von Audiodaten z.B. kann eine Transformation vom Zeitbereich in den Frequenzbereich mit Hilfe einer diskreten Kosinus-Transformation erfolgen. Es folgt eine Quantisierung der Daten. Die Genauigkeit, mit der die Daten erfaßt werden sollen, bestimmt die Anzahl der verwendeten Bits für die verschiedenen Werte. Dabei kann die Darstellungsgenauigkeit (Anzahl der verwendeten Bits) je nach Wichtigkeit variert werden. Bei der Bildverarbeitung z.B. müssen nicht alle Werte mit gleicher Genauigkeit erfaßt werden. Nun erfolgt der letzte Schritt der Kompression (Entropiekodierung), wobei ein oder mehrere verlustfreie Verfahren nacheinander verwendet werden können. Die Daten und die Kompressionsart werden zu einem Datenstrom zusammengefaßt und in ein File geschrieben. Dabei kann auch ein Fehlerkorrekturcode eingebracht werden.

 

Die Dekodierung erfolgt invers zur Kompression, wobei je nach Kompresssionsverfahren eine unterschiedlich schnelle Dekodierung möglich ist. Bei Quelldaten, die in komprimierter Form (z.B. für Lernsoftware) vorliegen, werden Kompressionsverfahren verwendet, die eine besonders schnelle Dekompression ermöglichen, so daß diese nach Möglichkeit in Echtzeit erfolgt und ein häufiges Einlesen der Daten ohne Zeitverlust möglich ist.




Wed Dec 11 16:28:59 MET 1996