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Analyse und Entwurf, ob objektorientiert oder funktionsorientiert,
stellen die ersten beiden Phasen im klassischen Phasenmodell des
Software-Engineering dar. Dieses in erster Linie sequentielle Modell
teilt den Softwareentwicklungsproze\3 in vier Phasen:
- Analyse und Definition
Hier werden die spezifischen
Produktanforderungen ermittelt. D.h. es wird ermittelt, was
das Produkt leisten soll, ohne auf das wie einzugehen. Die
möglichst detaillierte Spezifikation dessen, was das fertige
Produkt leisten soll, wird im Anforderungskatalog (oft auch
Pflichtenheft genannt) niedergelegt. - Entwurf
Der Entwurf beschäftigt sich auf der Grundlage
der Analyse mit der internen Struktur des Softwaresystems. Es wird
eine Zerlegung in einzelne Komponenten vorgenommen und deren
Zusammenwirken spezifiziert, so da\3 als Ergebnis des Entwurfs eine
Softwarearchitektur feststeht. - Implementation
In dieser Phase werden die einzelnen
Komponenten in einer konkreten Programmiersprache codiert, so da\3 am
Ende der Implementationsphase ein lauffähiges
Softwareprodukt steht. - Test
Hier wird systematisch in den einzelnen Komponenten
und in dem integrierten System nach Fehlern gesucht.
Diese vier Phasen der Software Entwicklung stammen ursprünglich aus
dem traditionellen, nicht-objektorientierten Ansatz, haben sich aber auch
bei einer objektorientierten Vorgehensweise bewährt und können also
bei einer objektorientierten Software-Entwicklung prinzipiell
übernommen werden. Lediglich die Vorgehenweise innerhalb der
einzelnen Phasen unterscheidet sich im objektorientierten Fall
fundamental von der klassischen Sicht.
Im folgenden wird auf die objektorientierte Analyse sowie
den objektorientierten Entwurf gemäß der Object Modelling Technique (OMT)
nach Rumbaugh [RBP91] näher eingehen. Aspekte der
Implementierung werden nur kurz angeschnitten.
Dennis Logeman (PG PG_MM )
Wed Dec 11 14:23:03 MET 1996