Die Object Modeling Technique (OMT) nach Rumbaugh hat sich als objektorientierte Softwareentwicklungsmethologie in den letzten Jahren in vielen Bereichen durchgesetzt. Die OMT-Methologie basiert darauf, Objekte der realen Welt zu modellieren, und danach das entstandene Modell zur Entwicklung eines sprachunabhängigen Entwurfs zu verwenden, der sich an die gefundenen Objekte anlehnt. Die objektorientierte Modellierung und der objektorientierte Entwurf erleichtern die Verständigung über Systemanforderungen und führen zu klareren Entwürfen und leichter wartbaren Systemen.
Im Mittelpunkt von OMT steht das Objektmodell des Anwendungssystems. Hier werden Objekte und Assoziationen zwischen Objekten gesucht, die die Anwendung charakterisieren. Das Objektmodell wird durch das dynamische Modell und das funktionale Modell ergänzt. Das dynamische Modell ist für die Modellierung von zeitlichen und Reihenfolgeaspekten einer Anwendung zuständig, während das funktionale Modell die vom Anwendungssystem zu bewältigende Verarbeitungsleistung beschreibt. Die drei Teilmodelle stehen bei OMT nicht isoliert nebeneinander. Vielmehr lassen sich Aktionen, Ereignisse und Funktionen aus dem dynamischen bzw. dem funktionalen Modell für die Implementierung auf Operationen und Methoden des Objektmodells abbilden.
Für die grahische Repräsentation der Modellierung verwendet die OMT eine graphische Notation:
Die drei Modelle stellen zwar orthogonale Teile der Beschreibung eines vollständigen Systems dar, sind jedoch durch Querverbindungen miteinander vernetzt. Das heißt, das Gesamtsystem läßt sich als ein Super-Graph (OMT-Graph) repräsentieren, dessen Knoten die drei Teilmodelle bilden und dessen Kanten diese Querverbindungen darstellen.