Da immer mehr Texte in elektronischer Form vorliegen, ist es möglich, sie miteinander zu verbinden. Dies ist durch Hypertext möglich:
"`Einen gespeicherten Text, bei dem es möglich ist, durch Anklicken eines ausgewählten Begriffs zu einer anderen Textstelle zu verzweigen, bezeichnet man als Hypertext. Der Benutzer kann, unterstützt durch diese Technik, sich selbständig den gesamten Text erschließen.[..] Wird statt einer Begriffsverzweigung eine Sprach-, Musik- oder Bilddarbietung ausgelöst, so spricht man von Hypermedia."'[Lex92]
Ein Hypertext/Hypermedia-Dokument stellt ein Netzwerk dar, in dem die Knoten die einzelnen Informationseinheiten repräsentieren. Diese sogenannten Hyperknoten sind durch Hyperlinks oder Verweise, den Kanten, verbunden. Letztere verkörpern die Verbindungen bzw. die Zusammenhänge zwischen den Knoten. Diese Verbindungen gehen von sogenannten Ankern aus, meist einzelne Wörter einer Textseite, und verweisen auf eine andere Textseite oder bei Hypermedia-Dokumenten zu anderen Medienobjekten. Das gesamte Beziehungsnetzwerk wird als Hypergraph bezeichnet.
Das Lesen eines Hypertext-Dokuments wird als Browsen oder Navigieren durch
das Dokument bezeichnet. Aus der Definition kann die Verbindung zu Multimedia
gezogen werden, indem Hypermedia als eine Schnittmenge von Hypertext und
Multimedia definiert wird (siehe Abbildung 1.1):
Hypertext/Hypermedia wird hauptsächlich für Online-Dokumentationen anstelle von umfangreichen Handbüchern eingesetzt. Die netzwerkartige Struktur von Hypertextdokumenten kann aber auch für andere Nachschlagewerke, wie zum Beispiel Lexika und Wörterbücher, von Vorteil sein.