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Integration von Audiodaten in Multimedia-Anwendungen

Entwickler von Multimedia-Anwendungen neigen leicht dazu, dem Audio-Bereich einen zu geringen Stellenwert einzuräumen. Musik und Earcons haben schnell den Anschein, eigentlich nur Beiwerk zum wirklich Wesentlichen zu sein, da sie oft nur redundante oder unwichtige Information enthalten. Ein Problem mag sein, daß es nur wenige Anwendungen gibt, bei denen Sound wirklich gut eingesetzt wird. Es ist leicht, einige lustige Effekte einzusetzen, die spontan Begeisterung auslösen. Bei längerer Benutzung wirken sie jedoch nur noch störend. So ist es nicht selten, daß die Möglichkeit zur Stummschaltung häufig benutzt wird. Daraus ergibt sich die allgemeine Regel, daß Sound möglichst sparsam und bedacht eingesetzt und wohlweislich geplant werden sollte.

Um den Ablauf zu erstellen, kann es sinnvoll sein, Graphik und Sound in einen gemeinsamen Plan einzubetten. Existiert ein Storyboard, in dem Schlüsselszenen der visuellen Gestaltung in ihrem Ablauf skizziert sind, können parallel dazu Musik, Sprache und Effekte vorgegeben werden. Dieser Planung ist große Beachtung zu schenken, da sich alle weiteren Ausführungen auf die hier festgelegten Grundideen beziehen.

Weiterhin sind auch Leerlaufzeiten auf sinnvolle Audiounterstützung zu untersuchen; beispielsweise kann ein Signalton anzeigen, daß das Programm lädt oder in einer Berechnung steckt und nicht abgestürzt ist. Ebenso sind auditive Navigationshilfen denkbar.




Wed Dec 11 15:53:30 MET 1996