Ohne Interaktion kann der Benutzer in einer multimedialen Anwendung lediglich die Präsentation verfolgen, jedoch nicht beeinflussen. Unter Umständen kann er den Ablauf noch anhalten/fortsetzen und ggf. vor- bzw. zurück-spulen, aber damit wäre seine Einflußnahme auch schon erschöpft.
Erst wenn dem Benutzer ermöglicht wird, verschiedene Pfade zu gehen und differenziertere Eingaben zu machen (z. B. Texteingaben), also einen individuellen Weg durch die Anwendung zu gehen und somit den Informationsfluß und die Informationsrichtung zu bestimmen, kann man von einer interaktiven multimedialen Anwendung sprechen [Bol94]. Hierzu gehört u. U. auch, daß der Anwender die Möglichkeit hat, das Layout einer Benutzungsoberfläche in gewissen Grenzen (Fensterposition und -größe, o. ä.) interaktiv zu manipulieren. Als Eingabegeräte fungieren dabei Tastatur, Maus, Datenhandschuh oder auch Sprache.