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Konzeptbildung/Strukturen

Das Kernstück der Entwicklung bildet das Konzept. In diesem konkretisieren sich die Einfälle und Ideen der Mitarbeiter. Es ist die Grundlage für die spätere Umsetzung und muß daher für jeden überschaubar und verständlich sein. Besonders die zu integrierende Interaktivität bedarf erhöhte Aufmerksamkeit, denn die hierfür benötigten Strukturen können u. U. sehr schnell unübersichtlich werden. Dabei steht die Bedienbarkeit der fertigen Anwendung mit im Vordergrund und muß auf die Zielgruppe ausgerichtet sein [Bru95a]. Keine Anwendung, die auch noch so schöne, inhaltsreiche Grafiken, Filme und Audiobestandteile vereint, wird gerne benutzt, wenn die Bedienerführung unzureichend ist, den (potentiellen) Anwender irritiert und ihm ungewohnte Denkweisen aufzwingt. Das bedeutet, die Benutzerschnittstelle muß hinsichtlich Ergonomie und Didaktik einwandfrei sein.

Um das Konzept so strukturiert wie möglich zu definieren, bedient man sich sog. Flowcharts (Ablaufdiagramme). In ihnen werden die zeitliche und ggf. die räumliche Positionierung der verwendeten Medienobjekte innerhalb der Anwendung genau fixiert. Ferner wird spezifiziert, wie der Benutzer Einfluß auf den Ablauf nehmen kann (siehe Abbildung 2.4).

Zusätzlich formen noch skizzenhafte Momentaufnahmen das Bild der multimedialen Anwendung. Diese können später in einem Storyboard zusammengefügt werden, welches schon konkrete Formen annehmen sollte, damit sich die Anwendung allmählich konkretisiert. Sehr hilfreich können auch komplett angefertigte Grafiken sein, die später direkt im Produkt weiterverwendet werden. Sie geben Aufschluß darüber, ob sich der visuelle Eindruck mit den Vorstellungen deckt [Bru95a].

Erfahrungswerte zeigen, daß ca. ein Drittel der gesamten Entwicklungszeit für die Konzeptbildung aufgewendet wird [Bru95a].

 




Wed Dec 11 15:53:30 MET 1996