Wie bereits gesagt, sind Hypertext/Hypermedia-Dokumente nicht-linear miteinander verknüpfte Informationseinheiten. Um Informationseinheiten sichtbar zu machen, benötigt der Benutzer zum Darstellen Navigationswerkzeuge, die man Browser nennt und die für jedes Hypertext/Hypermedia-System zur Verfügung stehen. Nun können die verschiedenen Medienobjekte eines Hypertext/Hypermedia-Dokumentes auf vielerlei Art und Weise dargestellt (präsentiert) werden. Hier soll lediglich interessieren, wie die Hypertext/Hypermedia-Verweise dem Benutzer dargestellt werden. Eine weitere Einschränkung, die an dieser Stelle gemacht wird, ist die, daß die Navigationswerkzeuge in ihren spezielleren Eigenschaften nicht berücksichtigt werden. Das wird in Abschnitt 4.2.1 nachgeholt. Diese Einschränkung wird deshalb getroffen, weil erst einmal grundlegend erläutert werden soll, wie das Navigieren auf der Basis von Hyperlinks funktioniert. Diese Eigenschaft teilen alle Browser.
Das Lesen von Hypertext/Hypermedia-Dokumenten wird auch als Browsen oder Navigieren durch das Dokument bezeichnet. Inhalte von Knoten werden in Fenstern oder Karten auf dem Bildschirm dargestellt. Die Anker sind dabei speziell markiert. Durch einen Klick mit der Maus auf einen Anker erscheint die Information des über den entsprechenden Hyperlink verbundenen Knotens. Ein Benutzer kann damit je nach Art der gesuchten Informationen durch das Netzwerk navigieren. In Texten werden zuvor vereinbarte Textformatierungen benutzt, um die Anker zu kennzeichnen. Handelt es sich bei der Informationseinheit um Graphik, werden Anker durch Veränderung des Mauszeigers oder durch sogenannte Button (Knöpfe) angezeigt. In Medientypen, wie Animation oder Film, werden entweder feststehende Button integriert, oder es werden in einer textuellen Unterstützungsinformationseinheit die Anker präsentiert. In Audioinformationseinheiten werden meist ebenfalls textuell unterstützte Anker verwendet [Bol94], [Sim94], [Ste93], [Nie93].