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Autorensysteme

Unter den Begriff der Autorensysteme fallen alle Systeme, die das Anlegen von Hypertexten in irgendeiner Weise unterstützen. Darunter fallen das Texterstellen als Erfassen und Layouten von Texten, außerdem das damit verbundene Erfassen und Sammeln von Ideen und das Strukturieren dieser Ideen, sowie andere Ereignisse und Quellen, das Auswählen von Material aus dem gesammelten Fundus sowie das Verwalten eigener Ideen [Sim94].

Autorensysteme in Hypertext/Hypermedia-Systemen sollten natürlich Hypertext/Hypermedia-spezifische Eigenschaften besitzen, damit Hypertext/Hypermedia-Dokumente erstellt werden können. Abbildung 3.11 zeigt den Weg, wie ein Autor über ein Autorenwerkzeug die interne Darstellung erstellen, beziehungsweise manipulieren kann und damit Einfluß auf die Präsentation nimmt.

 

Hypertext/Hypermedia-Dokumente liegen, wenn sie erst einmal generiert worden sind, in einem Markup-Sprachen-Code vor. Also muß es für den Autor einen Weg geben, ein Dokument in einer Markup-Sprache zu schreiben. Dazu ist ist lediglich ein Editor notwendig. Da es aber sehr mühselig ist und zudem viele Autoren nicht über die Kenntnisse verfügen, in einer Markup-Sprache Dokumente zu erstellen, sollten Autorensysteme Hilfen dazu anbieten. Die wesentlichen Hilfen sowie ein möglicher Aufbau eines Autorensystems werden jetzt beschrieben.

Ein Autorensystem sollte ein graphisches Strukturierungswerkzeug anbieten, mit dem der Autor die verschiedenen Dokumente untereinander in Beziehung stellen kann. Der Autor muß Anker innerhalb eines Dokumentes festlegen können und die Ziele der Hyperlinks genau spezifizieren können.

Damit ein Dokument, welches im graphischen Strukturierungswerkzeug vorliegt, in eine Markup-Sprache überführt werden kann, sollte ein Autorensystem über einen Codegenerator verfügen, der aus der graphischen Darstellung ein Dokument in der jeweiligen Markup-Sprache generiert.

Außerdem sollte ein Autorensystem über einen Testmodus verfügen, damit der Autor schon während der Entwicklung seiner Applikation, sein Werk testen und gegebenenfalls korrigieren kann.

 

Die Bereitstellung eigener Medienobjektwerkzeuge durch ein Autorenwerkzeug hingegen ist nicht zwingend notwendig. Zwingend notwendig ist allerdings die Fähigkeit, über Schnittstellen mit speziellen Medienobjektwerkzeugen zusammen zu arbeiten. Eine allgemeine Möglichkeit ist eine Schnittstelle über Dateien. Dabei muß ein Medienobjektwerkzeug erstellte Medienobjekte in einem Format abspeichern, die das Autorenwerkzeug durch Laden wieder integrieren kann. Ein anderer Weg ist, der mit Copy- and Paste- Mechanismen zu arbeiten, welche dann beide Werkzeuge unterstützen müssen. Eine wichtige Forderung an ein Autorenwerkzeug ist ihre Erweiterbarkeit um neue Medientypen. Sie sollte derart konzipiert sein, daß Medientypintegratoren auf einfache Weise Erweiterungen vornehmen können [Bol94],[Sim94]. Abbildung 3.12 beschreibt eine mögliche Struktur eines Autorensystems.


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Wed Dec 11 15:53:30 MET 1996